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Sabine Stracke: 53 Jahre, Bankkauffrau, Dipl.-Sozialpädagogin, 13 Jahre Bankkauffrau, Sozialpädagogin bei verschiedenen, auch diakonischen Trägern, z.B. in der Familien- und Erwachsenenbildung, in der ambulanten, stationären und teilstationären Jugendhilfe, als Fachbereichsleitung im Pflegekinderwesen, in einer Einrichtung der Jugendhilfe, als Pädagogische Geschäftsführerin einer diakonischen Jugendhilfeeinrichtung

Warum haben Sie sich für ein Theologiestudium entschieden?

Die Idee, Pfarrerin zu werden, hatte ich bereits als Jugendliche, damals war ich noch katholisch, so dass dies nicht möglich war. Nachdem ich lange Zeit anderen Wegen in meinem Leben gefolgt bin, habe ich mich nach der Familienphase und ehrenamtlicher Arbeit in Gemeinde und Sozialraum mit der Frage nach einem neuen beruflichen Weg beschäftigt und bin dabei auf den Masterstudiengang in Wuppertal gestoßen. Das schien mir wie eine Einladung, nun das zu tun, was schon früher der Plan war.  

Warum haben Sie sich für ein Theologiestudium an der KiHo entschieden?

Für die KiHo sprachen die Nähe zur Evangelischen Kirche von Westfalen, die räumliche Nähe und die Möglichkeit, schnell zu starten, was in meinem Alter von Vorteil war.

Welche Herausforderungen persönlicher, beruflicher und familiärer Natur haben Sie mit dem Beginn des Studiums meistern müssen?

Ich habe meine Tätigkeit als Pädagogische Geschäftsführerin einer Jugendhilfeeinrichtung beendet, weil das zeitlich nicht mit dem Studium vereinbar gewesen wäre. Anschließend folgten drei Monate Arbeitslosigkeit und die Suche nach einer neuen Stelle sowie Absprachen mit meinem Sohn und der restlichen Familie, die das Vorhaben aber insgesamt sehr unterstützt hat. Persönlich habe ich mich nach dem positiven Beginn des Studiums und dadurch, dass ich mich an der KiHo sehr wohl fühle, dazu entschlossen, auch noch einen Wechsel meines Lebensortes durchzuführen und bin von Herford nach Wuppertal gezogen. Dies bedeutete erneut die Suche nach einer Arbeitsstelle, die ich erfreulicherweise schnell gefunden habe.

Welche persönliche Perspektive verbinden Sie mit dem Abschluss des Studiums?

Ich bin gestartet mit dem Ziel, Pfarrerin in einer Gemeinde zu werden. Aufgrund der besonders zeitintensiven Aufgaben nach dem Studium (Vikariat, Probedienst und meiner aktuellen Arbeit in der Diakonie) bin ich diesbezüglich im Moment ambivalent und auf der Suche nach einer persönlich guten Lösung.

Was fällt Ihnen leicht?

Mich auf das Studium einzulassen, mich auf die Gemeinschaft der Masterstudierenden und aller anderen KommilitonInnen einzulassen. Außerdem fällt es mir leicht, neue Inhalte aufzunehmen und  mein bisher erworbenes Wissen mit meinen Erfahrungen zu verknüpfen.

Was fällt Ihnen eher nicht so leicht?

Auswendiglernen, Vokabeln lernen und damit die Sprachen. Außerdem die Organisation von Familie, Beruf und Studium.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was zeichnet das Studium an der KiHo in positiver Hinsicht aus?

So gute Erfahrungen, dass ich hierher umgezogen bin. Das heißt konkreter, dass ich die familiäre Umgebung der kleinen Hochschule sehr schätze, mich aufgehoben und gut unterstützt fühle. Die Beratung durch die Studiengangskoordinatorin ist wunderbar, umfassend und voller Seelsorge. Unsere Studiengruppe ist wie eine zweite Familie geworden, wir unterstützen uns gegenseitig sehr. Das Miteinander mit den grundständig Studierenden gibt viele neue Perspektiven, macht Spaß und ist fruchtbar.

Welche Aspekte sind verbesserungswürdig?

Die Raumfrage und die damit verbundene Verpflegung hat sich bereits verbessert, wobei es immer noch schade ist, dass der Studiengang in manchen Modulen nicht in der Hochschule sondern im Tagungshaus stattfindet. Inhaltlich kann ich bis jetzt keine Verbesserungsvorschläge machen. Wer sich frühzeitig für das Studium entscheidet, sollte ggf. eine Sprache bereits im Vorfeld abschließen.

Welches Erlebnis hat Sie besonders beeindruckt?

Ich bin gerade noch sehr erfüllt von der Studienwoche im Exegese-Modul. Die Kombination von Altem Testament und Neuem Testament hat wunderbar funktioniert, wir haben eine Woche sehr intensiv miteinander gearbeitet und es war schön zu erleben, wie wir uns gegenseitig motivieren und sehr hungrig nach Inhalten sind. Gemeinsame Andachten und Mahlzeiten, in denen wir weiter diskutiert, aber auch private Dinge miteinander geteilt haben, haben die Woche abgerundet.

(Die Antworten datieren aus März 2022.)

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