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50. Internationale Konferenz der Hebräisch Lehrenden: Öffentliche Vorträge

Vom 29. April bis 1. Mai 2022 findet an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal (KiHo) die 50. Internationale Konferenz der Hebräisch Lehrenden (IKH) statt. Interessierte sind herzlich zu zwei öffentlichen Vorträgen eingeladen:

Am Freitag, dem 29. April 2022, hält Prof. Dr. Anna Elise Zernecke (Kiel) um 18.30 Uhr einen Vortrag über „Eljon – Höchster. Eine Gottesbezeichnung zwischen Eigenname und Epitheton“. Es ist der Eröffnungsvortrag der um 18.00 Uhr beginnenden Konferenz.

Am Sonntag, dem 1. Mai 2022, hält der mehrfache jüdische Gastprofessor der Kirchlichen Hochschule, Prof. Dr. Carl Ehrlich (Toronto) um 11.00 Uhr einen Vortrag über „Die Bibel im Zeitalter von #MeToo. Zur (Sprache der) Vergewaltigung im Tanach“.

Beide wissenschaftlichen Vorträge finden im Audimax der KiHo statt. „Die Teilnahme setzt nicht unbedingt Hebräischkenntnisse voraus und ist kostenfrei“, sagt Ephorus Dr. Alexander B. Ernst, der zur diesjährigen IKH als Gastgeber lädt. „Die Jubiläumskonferenz greift neben wissenschaftlichen Fachvorträgen wieder auf eine Form der ersten Konferenzen zurück: die gemeinsame Textarbeit als didaktischen Raum für das, was man nicht allein entdecken kann.“ Alle Informationen zur Tagung finden sich hier.

IKH: Forum des Austauschs und des gemeinsamen Lernens

Seit 50 Jahren tagt die jährlich an wechselnden Universitäten stattfindende IKH. Die Konferenz wurde im Jahre 1971 vom damaligen KiHo-Dozenten Dr. h.c. Wolfgang Schneider, ins Leben gerufen, um Hebräisch Lehrende der Universitäten und Schulen zusammenzubringen und ihnen ein Forum des Austauschs und gegenseitigen Lernens zu bieten. Von Anfang an standen dabei didaktische Fragen des Fachs Hebräisch im Mittelpunkt der Konferenzen, die im Laufe ihrer Geschichte in vielfältiger Weise an der Reform des theologischen Studiums und der Kernlehrpläne der Schulen Einfluss genommen haben.

Hebräisch wird an den Universitäten gelehrt, ist aber insbesondere in NRW auch ein reguläres Schulfach der gymnasialen Oberstufe. In Wuppertal z.B. bietet das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium Regionalkurse in Hebräisch. Neben seinem humanistischen Gedanken und seiner Verortung in der Theologie, Judaistik, Altorientalistik und Semitistik dient das Fach an den Schulen mehr und mehr der Begegnung mit dem Judentum. Gerade hier kommen (anders als im konfessionellen Religionsunterricht) christliche, jüdische, muslimische und atheistische Schüler und Schülerinnen im Gespräch über biblische Texte und über Religion zusammen und lernen ihre Wurzeln kennen.

In den vergangenen Jahrzehnten war die KiHo mehrfach Tagungsort der IKH. In 2022 ist sie wieder Gastgeber der Konferenz und erwartet über 50 Lehrende des Fachs Hebräisch aus dem Bereich der Hochschulen und Gymnasien und besonders interessierte Studierende. Neben den Fachvorträgen, Gesprächen und Textarbeiten steht auch eine Fahrt mit der Schwebebahn zur Begegnungsstätte Alte Synagoge auf dem Plan, um an diesem vorzüglichen Ort jüdisches Leben in Wuppertal kennenzulernen. 

Dr. Alexander B. Ernst, Ephorus (Studiendekan) der Kirchlichen Hochschule Wuppertal und Gastgeber der diesjährigen Internationalen Konferenz der Hebräisch Lehrende: „Die Teilnahme an den beiden öffentlichen Vorträgen setzt nicht unbedingt Hebräischkenntnisse voraus und ist kostenfrei.“
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